Pflegeeltern für Chemnitz

zwei Kinder in der Hängematte

Größter Weihnachtswunsch…

Für 11 Kinder suchen wir dringend geeignete Pflegeeltern.

Interessierte Paare, Familien oder Alleinlebende können gern ein persönliches Informations-und Beratungsgespräch mit uns vereinbaren.

Telefon: 0151 7 65 47 22 96

Mail: pflegeeltern@caritas-chemnitz.de

 

 

Es gibt vielfältige Gründe, die dazu führen, dass Kinder außerhalb ihrer Familien untergebracht werden müssen. Insbesondere die große Zahl suchtabhängiger und psychisch kranker Eltern bringt viel Leid für die betroffenen Kinder mit sich.

Der Bedarf an liebevollen Pflegeeltern, die bereit sind, vorübergehend oder auf Dauer ihr Zuhause für ein Kind in Not zu öffnen, ist deshalb sehr groß!

Gegenwärtig leben etwa 210 Kinder und Jugendliche vorübergehend oder dauerhaft in einer Pflegefamilie in Chemnitz. Sie erhalten die Möglichkeit, noch einmal neu "Familie" kennenzulernen, liebevolle Versorgung und Förderung zu erleben.Ein Teil dieser Pflegefamilien wird durch den Pflegekinderdienst des Caritasverbandes  begleitet.

 

Um noch mehr Kindern im Alter von 0 bis 14 Jahren diese Chance geben zu können, suchen wir Pflegeeltern: 

  • Familien

  • Paare

  • Alleinstehende, Alleinerziehende

...die bereit und in der Lage sind, ein Kind für eine befristete Zeit oder sogar dauerhaft aufzunehmen. Außerdem werden auch Pflegeeltern für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gesucht. 

  

Voraussetzungen für Pflegeeltern   

  • Freude am Umgang mit Kindern
  • Einfühlungsvermögen, Geduld und Toleranz
  • Belastbarkeit
  • Flexibilität und Offenheit
  • genügend Zeit
  • geordnete wirtschaftliche Verhältnisse
  • ausreichend Wohnraum
  • Verständnis für die Eltern des Kindes und Bereitschaft zur Zusammenarbeit
  • deutsche Sprachkenntnisse

Unterstützung von Pflegeeltern

  • Beratung und Unterstützung durch den Pflegekinderdienst des Amtes für Jugend und Familie in Chemnitz
  • oder durch "Pflegeeltern für Chemnitz" des Caritasverbandes für Chemnitz und Umgebung e.V. (im zugeordneten Sozialraum)
  • bei besonderem erzieherischen Bedarf zusätzlich durch eine Flexible Hilfe für Pflege-und Adoptivfamilien durch den Caritasverband für Chemnitz und Umgebung e.V.
  • Pflegegeld für die Sicherstellung des Lebensunterhaltes ihres Pflegekindes
  • Fortbildungsangebote
  • Angebote zum Erfahrungsaustausch

Vielleicht können gerade Sie einem Kind in seiner Not begegnen?

Welche Altersgruppe liegt Ihnen besonders am Herzen? Welche Form der Pflegschaft könnte zu Ihnen passen?

Gern beantworten wir Ihre Fragen per Telefon oder Email, im Gespräch oder bei einer der nächsten Informationsveranstaltungen.

Wenn Sie darüber nachdenken, ob die Aufnahme eines Kindes Ihre Aufgabe sein könnte, beraten und begleiten wir Sie gern im Entscheidungsprozess.

Gerne kommen wir auch in Ihre Familien - und Gemeindegruppen, zu Elternabenden in Kitas und Schulen, zu Frauentreffen oder in Eltern-Kind-Kreise, um über Chancen, Risiken und Nebenwirkungen der Pflegeelternschaft zu sprechen.

Wir freuen uns, wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen.

Wenn Sie unsere Pflegeelternarbeit finanziell unterstützen möchten, nutzen sie bitte die Spendenseite unseres Caritasverbandes.

 

 

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Muss ich zu Hause bleiben, um ein Kind aufnehmen zu können?

    • Pflegekinder brauchen viel Zeit. Sie haben belastende Erfahrungen gemacht, die sie noch nicht verstehen können, bringen häufig Entwicklungsverzögerungen mit und müssen sich im neuen Umfeld erst einmal zurechtfinden. Deshalb ist es bei der auf Dauer angelegten Aufnahme eines Kindes unter sechs Jahren in der Regel nötig, zumindest in der Anfangszeit rund um die Uhr für das Kind da zu sein. Pflegeeltern dieser Kinder haben Anspruch auf Elternzeit, erhalten allerdings (aufgrund des Pflegegeldes) kein zusätzliches Elterngeld.

    • Werden Kinder befristet aufgenommen, zum Beispiel für die Dauer einer Therapie der Sorgeberechtigten, wird versucht, ihr soziales Umfeld möglichst zu erhalten. Sie besuchen weiterhin ihren bisherigen Kindergarten oder ihre Schule.  

Gibt es eine Altersgrenze, um ein Kind aufzunehmen?

    • Die im Amt für Jugend und Familie geltenden Altersgrenzen orientieren sich an der gesellschaftlichen Entwicklung. Pflegeeltern, die ein Kind unbefristet, also auf Dauer aufnehmen wollen, sollten in einem möglichst natürlichen(Pflege-) Eltern-Kind-Verhältnis stehen. Deshalb gilt die Regel: Es sollten 50 Jahre Altersabstand nicht überschritten werden. Das heißt zum Beispiel, dass 55-Jährige ein 5-Jähriges Kind auf Dauer aufnehmen können, aber kein Baby mehr großziehen dürfen.

    • Werden Kinder nur vorübergehend, d.h. befristet aufgenommen, spielt das Alter der Pflegeeltern eine untergeordnete Rolle. Solange sie sich fit fühlen und den Anforderungen des Alltags mit Kind gewachsen sind, können sie sich als Pflegeeltern engagieren. Außerdem werden auch Pflegeeltern für größere Kinder gesucht, zu denen "reifere" Eltern besser passen.

Muss ich ein separates Kinderzimmer zur Aufnahme eines Pflegekindes haben?

  • Für kleine Kinder genügt es, wenn Sie in ihrer Wohnung ausreichend Platz zum Schlafen, Spielen und Essen haben. Insbesondere jüngere oder traumatisierte Kinder suchen die Nähe der Bezugspersonen und wollen nicht allein sein. Große Kinder benötigen einen eigenen Rückzugsort.

Kann ich Pflegeperson werden, obwohl ich von Hartz IV leben muss?

  • Ja, wenn Sie bisher in der Lage sind, mit Ihrem Einkommen auszukommen, muss dies kein Hindernisgrund sein. Die materielle Versorgung des Pflegekindes übernimmt das Amt für Jugend und Familie.

Wie hoch ist das Pflegegeld?

  • Das Amt für Jugend und Familie unterstützt Pflegeeltern fachlich und  finanziell. Das monatliche Pflegegeld enthält die Unterhaltskosten für das Kind (je nach Alter des Kindes zwischen 500 € und 700 € etwa) und eine altersunabhängige Aufwandsentschädigung für die Erziehungsleistung der Pflegeeltern (etwa 240 €).

Vermittelt der Caritasverband in Chemnitz Pflegekinder?

  • Nein. Der Caritasverband berät Interessierte und begleitet einen Teil der Chemnitzer Pflegfamilien umfassend. Die Eignungsfeststellung und Schulung der Bewerber obliegt dem Amt für Jugend und Familie ebenso, wie die Vermittlung der Kinder in Pflegefamilien.

Warum sollte der Kontakt des unbefristeten Pflegekindes zur Herkunftsfamilie bestehen bleiben?

  • Je nach Alter und individueller Bindungserfahrung hat jedes Kind eine ganz persönliche Beziehung zu seiner Herkunftsfamilie. Für die Entwicklung des Selbstbildes und der eigenen Identität ist es wichtig, die elementaren Fragen beantworten zu können: "Wo komme ich her?", "Warum kann ich nicht bei meinen Eltern leben?", "Wie sind meine Eltern und Geschwister und wie geht es Ihnen?", "Welche Eigenschaften habe ich von Ihnen, ähneln wir uns?" usw
    Pflegeeltern können den Ihnen anvertrauten Kindern durch einen respektvollen Umgang mit den leiblichen Eltern und liebevolles Zuhören und Erklären helfen, die eigene Familiengeschichte besser zu verstehen, bei Umgangskontakten auch die positiven Eigenschaften der Eltern wahrzunehmen und damit verbunden ein positives Selbstbild zu entwickeln.  Gleichzeitig hilft es auch den Pflegeeltern, ihr Kind besser kennen- und verstehen zu lernen. Die Häufigkeit und die Gestaltung der Kontakte sollte sich immer am Entwicklungsstand und den Bedürfnissen des Kindes orientieren.

Wie sieht die Zusammenarbeit mit dem Pflegekinderdienst und dem Jugendamt praktisch aus?

  • Die zuständige Mitarbeiterin des Pflegekinderdienstes steht den Pflegeeltern telefonisch oder per Email zur Verfügung, wenn sie Fragen zum Alltag mit dem Kind haben. Sie werden darüber hinaus regelmäßig besucht, so dass auch der Kontakt der Mitarbeiterin zum Kind gegeben ist.

  • Bei Bedarf können auch die Umgangskontakte mit der Herkunftsfamilie des Kindes begleitet werden. Ihr privater Wohnraum wird dafür nicht beansprucht, Kontakte finden i.d.R. auf neutralem Boden statt.

  • Außerdem finden in größeren Abständen "Hilfeplangespräche" statt, bei denen alle Beteiligten im Amt für Jugend und Familie zusammentreffen, um über die bisherige Entwicklung des Kindes und nächste Schritte zu beraten. Diese Termine werden vom zuständigen Pflegekinderdienst gemeinsam mit der jeweiligen Pflegefamilie vorbereitet.

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