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Stand: 19.01.2015

Pressemitteilung

Auch Leichte Sprache muss gekonnt sein

 

Augsburg/Schwabmünchen/Günzburg, 08.02.2013 ( pca ). Wer liest, der will auch das verstehen, was er liest. Komplizierter Satzbau, sehr lange Sätze und Fremdwörter können das Verständnis erschweren. Sprache kann so zum Hindernis werden – insbesondere für Menschen mit geistigen Behinderungen bzw. Lernschwierigkeiten oder mit Migrationshintergrund . Abhilfe kann die Leichte Sprache , eine besonders leicht verständliche Ausdrucksweise, schaffen. Doch dazu müssen schwierige Texte von Menschen ohne Einschränkungen nach vorgegebenen Regeln in Leichte Sprache übersetzt werden. Doch damit ist es noch nicht getan. Betroffene müssen die Übersetzungen kontrollieren, ob sie den Regeln der Leichten Sprache entsprechen und tatsächlich verständlich sind.

 

Beide, Übersetzer und Prüfer, müssen die Regeln genau kennen. Sie benötigen deshalb eine Schulung. In Augsburg haben nun Maria Hütter , Monika Neumann, Christine Mayer und Ulrike Behringer aus Augsburg, Anna Markmiller aus Schwabmünchen und Hans-Jürgen Burkard und Emil Stephan aus Günzburg ihre Ausbildung zu Prüfern in Leichter Sprache abgeschlossen. Ricarda Kluge und Anette Bourdon , Mitarbeiterinnen des Vereins „Mensch zuerst - Netzwerk People First Deutschland e.V.“ für Menschen mit Lernschwierigkeiten übergaben ihnen nun die Zeugnisurkunden. „Prüfer sind Garanten dafür, dass Menschen mit geistigen Einschränkungen immer mehr ihr Leben selbst in die Hand nehmen können. Dafür gebührt ihnen unser aller Respekt“, sagt Kristina Popp. Sie leitet das Büro für Leichte Sprache der Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation der CAB Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH.

 

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