URL: www.caritas-chemnitz.de/pressemitteilungen/31-moderatoren-fuer-ethische-fallbesprechungen-ste/132029
Stand: 19.01.2015

Pressemitteilung

31 Moderatoren für ethische Fallbesprechungen stehen bereit

 

Augsburg, 12.5.2011 ( pca ). Ethische Entscheidungen am Lebensende sind oft sehr schwierige Entscheidungen. Sie sollten nach bestem Wissen und Gewissen getroffen werden. In Krisensituationen verlangen ethische Entscheidungen deshalb eine gute neutrale Moderation, so die Überzeugung des Ethikkomitees des Caritasverbandes für die Diözese Augsburg. Damit diese Forderung nicht nur Theorie bleibt, sondern praktisch im ganzen Bistum greifen kann, haben der Diözesan-Caritasverband 20 und die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg elf, also insgesamt 31 Frauen und Männer in Leitungsverantwortung an acht Seminartagen zu Moderatorinnen und Moderatoren für Fallbesprechungen ausgebildet. In einer kleinen Feierstunde erhielten die 31 Kursteilnehmer nun ihre Abschlusszeugnisse. Damit können ab sofort alle Caritas-Einrichtungen und Dienste das Ethikkomitee darum bitten, einen Moderator für ethische Fallbesprechungen bereitzustellen. Ob externe Einrichtungen Moderatoren anfordern können, will das Ethikkomitee noch prüfen.

Aufgabe der   Moderatoren ist es, nicht selbst Entscheidungen zu treffen, sondern die gesetzlichen Vertreter, Angehörigen, Betreuer oder die Betroffenen selbst neutral so zu begleiten und zu unterstützen, damit sie nach den umfänglichen moderierten Gesprächen eine ethisch verantwortbare Entscheidung treffen können. Doch, so schränkte der Augsburger Diözesan-Caritasdirektor Pfarrer Dr. Andreas Magg bei der Feierstunde zum Abschluss der Moderatorenschulung ein, dürfe Begleitung und Unterstützung nicht heißen, „dass wir alles ermöglichen, was Menschen sich wünschen.“ „Wir sind unserem Gewissen als Christen verpflichtet“, fügte er hinzu. „Stets perfekte Entscheidungen“ erwarte er nicht. „Aber ich erwarte als Priester, dass Sie verantwortlich handeln“, sagte Magg zu den Kursteilnehmern. Prälat Günter Grimme, Direktor der Katholischen Jugendfürsorge, pflichtete Magg bei. Für ihn ist nicht die Frage der technokratischen Machbarkeit alles andere als ausschlaggebend. „Die Wahrung der Menschenwürde ist für mich entscheidend.

 

Copyright: © caritas  2026