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Warum die Caritas den ver.di-Tarifvertrag für Pflegekräfte ablehnt

Die Tarifverträge könnten die guten Löhne und Arbeitsbedingen bei der Caritas selbst gefährden. Das beträfe deutschlandweit 170.000 Altenpflegekräfte. Mit einem Tarifvertrag könnten wir unsere Standards nicht beibehalten, wenn die Pflegekassen die Leistungen der Caritas künftig nur noch auf Basis des niedrigen Standardtarifs bezahlen würden. Außerdem: Der ver.di-Tarifvertrag legt nur Minimal-Standards hinsichtlich der Arbeitsbedingungen fest. Zur Vergütung von Überstunden sowie Sonntags- und Feiertagsarbeit und zur Altersvorsorge gäbe es keine Regelungen.

Die Caritas setzt sich seit Jahren für faire Bedingungen für Pflegekräfte ein - nicht nur innerhalb der Caritas. Die Kritik an schlechten Bedingungen für Beschäftigte in der Altenpflege ist berechtigt. Aber die Caritas ist der falsche Adressat. Der Gesetzgeber muss endlich dafür sorgen, dass niemand ohne Tarifvertrag Pflegeleistungen anbieten darf. Nicht die Caritas, sondern private Träger drücken die Löhne. Deshalb wären diese auch der richtige Adressat für eine Kampagne der Organisation Campact.

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Forderungen Caritas Pflege