Nachricht

"...und plötzlich überschuldet" - Aktionswoche Schuldnerberatung 2022

Unvorhersehbare Ereignisse zeigen deutlich, dass das Thema Überschuldung kein Phänomen einzelner Zielgruppen ist. Ändern sich die Lebensumstände - beispielsweise durch Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit - ist die Gefahr der Überschuldung auch für Personen groß, die bisher nicht damit gerechnet haben, in finanzielle Schieflage zu geraten. Auch besteht das weit verbreitete Vorurteil, dass Überschuldete nicht mit Geld umgehen können und selbst schuld an ihrer Situation sind.

Das kann fatale Folgen haben: Durch diese unzutreffende Stigmatisierung flüchten sich viele Betroffene in die soziale Isolation. Die soziale Schuldnerberatung hilft ihnen bei ihren individuell unterschiedlichen Krisen, Problemen und Sorgen und führt u. a. zu einer gelingenden Existenzsicherung und Schuldenregulierung.

Leider sind die Zugänge zur Schuldnerberatung deutschlandweit uneinheitlich. Dies führt nicht selten zum Ausschluss von einzelnen Personengruppen.

Damit allen überschuldeten Menschen gut und wirksam geholfen werden kann, fordert die AG SBV

  • einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf Schuldnerberatung
  • den Ausbau eines flächendeckenden Beratungsangebotes und eine stabile Finanzierung des Beratungsangebotes
  • eine deutliche Verkürzung der Speicherfristen von Schuldendaten bei Auskunfteien
  • Investitionen in die Digitalisierung auf allen Ebenen

(aus den Forderungspapieren der AG SBV zur Aktionswoche 2022, Roman Schlag Aachen)

Die Schuldner- & Verbraucherinsolvenzberatung des Caritasverbandes für Chemnitz und Umgebung e. V. bietet diese Beratung für Bürger*innen der Stadt Chemnitz kostenfrei an.
Sie erreichen uns unter:

Tel.: 0371 43208-20, -26, -15
Fax: 0371 43208-14
E-Mail: schuldnerberatung@caritas-chemnitz.de
Ludwig-Kirsch-Str.13, 09130 Chemnitz

Sie können sich vor einer Terminvereinbarung auf unserer Internetseite zum Beratungsangebot informieren.