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Mitgefühl statt Hass & Gewalt

Nach der tödlichen Attacke in der Innenstadt am vergangenen Wochenende und den nachfolgenden Geschehnissen, können auch wir Wohlfahrtsverbände nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen. "Wir sprechen gemeinsam den Angehörigen und Freunden des getöteten Chemnitzers unser Beileid aus und wünschen ihnen die nötige Kraft zur Bewältigung dieses Schicksalsschlages", sagt Liga-Sprecherin Sabine Geck. "Mit Erschrecken haben wir die anschließenden Ereignisse verfolgt und positionieren uns nachdrücklich gegen die Instrumentalisierung des Tötungsdeliktes für rechte und populistische Zwecke".

Mit Blick auf die Werte die wir vertreten und vor dem Hintergrund unserer Geschichte verfolgen wir  schon seit längerem mit Sorge die aufgeheizte und polarisierte Stimmung und das Auseinanderdriften der Gesellschaft:

  • Wir verurteilen die wahllosen, brutalen Übergriffe durch radikalisierte Demonstranten auf unbeteiligte, unschuldige Menschen.
  • Wir mahnen zu Respekt und Friedfertigkeit.
  • Wir warnen vor Pauschalisierungen und Stigmatisierungen, die eine weitere Spaltung und nicht hinnehmbare Anfeindungen begünstigen.
  • Wir fordern einen Dialog, der nicht von Aggressivität und Hass geprägt ist.
  • Wir setzen uns für eine tolerante, friedfertige, offene und soziale Gesellschaft ein und möchten durch unsere vielfältigen Angebote dazu beitragen.

Wir wollen ein Zeichen für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft  und den sozialen Frieden in unserer Stadt setzen und unterstützen deshalb die Kundgebung der Evangelisch-Lutherischen Kirche Chemnitz am 2. September 2018. "Wir laden alle uns nahe stehenden Menschen ein, sich am Sonntag um 16 Uhr auf dem Neumarkt einzufinden.  Nur gemeinsam können wir zeigen, dass Chemnitz Mitgefühl und Anteilnahme auch ohne Gewalt und Hass zum Ausdruck bringen kann", bekräftigt Sabine Geck. "Wir können zusammen beweisen, dass unsere Stadt mehr ist und mehr kann, als in der letzten Woche geschehen ist. Und wir können zeigen, dass bürgerschaftliches Engagement und Zivilcourage hier ebenso einen Platz haben wie anderswo."