Erfahrungsbericht von Kristin u. Michael Hanel - Pflegeeltern (unbefristet)

So vereinbarten wir mit Frau Neubert von der Caritas einen Termin, wo wir ausführliche Informationen bekamen. Sie begleitete uns auch ins Jugendamt, als wir uns dort bewarben. Ein halbes Jahr später durften wir unser Pflegekind (Mädchen, 18 Monate) kennenlernen. Das war eine sehr spannende Zeit. Sie passte gut in unsere Familie und war uns schnell nicht mehr fremd. Die Eingewöhnung lief problemlos, sie fühlte sich bei uns wohl und unsere beiden Jungs (3Jahre und 7Jahre) akzeptierten sie sofort. Da unsere Kinder in die Schule bzw. Kita gehen, habe ich vormittags genügend Zeit für sie. Aller 6 Wochen haben wir mit ihr mit den leiblichen Eltern Kontakt und sind auch die ganze Zeit dabei. Es läuft meist unproblematisch ab, je nach Befinden unseres Pflegekindes. Die Kontakte werden nach unserem Wunsch in Begleitung des Jugendamtes im Mehrgenerationshaus abgehalten. Die größte Veränderung brachte für uns das manchmal schwer nachvollziehbare Verhalten unserer Kleinen. Es ist wichtig, sie so anzunehmen mit ihrer individuellen Art. Sie ist aber auch ein Sonnenschein und dankbarer für kleine Sachen, wie ein Eis essen gehen, als unsere eigenen Kinder. Kraft schöpfen wir in der Selbsthilfegruppe "Mutmachkreis" und im Gespräch mit anderen Pflegeeltern."

Kristin u. Michael Hanel, Pflegeeltern (unbefristet)